27. März 2026
SHIRANA SHAHBAZI VERZAUBERT GROSSMÜNSTER ZÜRICH MIT TEMPORÄRER KUNST AM BAU
Seit Anfang 2025 und noch bis 2028 saniert das Hochbauamt des Kantons Zürich die Aussenhülle des Zürcher Grossmünsters. Dafür musste das Wahrzeichen der Stadt Zürich eingerüstet werden. Nun wird am Gerüst des Grossmünsters eine temporäre Intervention der Zürcher Künstlerin Shirana Shahbazi montiert. Die Gerüstverkleidung wird mit einer Collage aus verschiedenen Fotografien bespielt. Unterschiedliche Arten von Bildern überlagern sich und erzeugen komplexe Situationen und Bildräume, in denen immer wieder neue Bezüge entdeckt werden können. Die gewählte Farbigkeit orientiert sich an den Glasfenstern im Innenraum und taucht die Kirchenhülle für die Zeit der Intervention je nach Lichtsituation in unterschiedliche Farbstimmungen ein.

Bild: Zürcher Grossmünster, März 2026 – Foto: © Fabian Guggenbühl, Hochbauamt Kanton Zürich, https://www.instagram.com/zurich_photography/, https://www.instagram.com/p/DVxkAxRiP7_/?img_index=3
Ein Beurteilungsgremium wählte das Projekt von Shirana Shahbazi aus – eine grossflächige, farbige Collage. Auf die Zugänglichkeit des Grossmünster für Besuchende hat das Kunst-und-Bau-Projekt keinen Einfluss. Es ist vorgesehen, dass Kirche und Karlsturm während der gesamten Zeit der Instandsetzung geöffnet bleiben.
Shirana Shahbazi (*1974 in Teheran) studierte Fotografie und Design an der Fachhochschule Dortmund und setzte ihre Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich fort. Sie lebt und arbeitet in Zürich. Shahbazi ist bekannt für ihre grossformatigen Installationen und konzeptuellen Fotografien, die oft alltägliche Szenen in abstrakte Kunstwerke verwandeln. Sie hat ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert, unter anderem im Kunsthaus Hamburg, in der Kunsthalle Bern, im Fotomuseum Winterthur sowie im Museum of Modern Art, New York. 2019 wurde Shahbazi mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet.
Die Wahl des Siegerprojekts erfolgte im Rahmen eines Einladungsverfahrens. Das breit aufgestellte Beurteilungsgremium aus Vertretungen des Pfarramts der Altstadtkirchen als Teil der reformierten Kirchgemeinde Zürich, des Ressorts Kultur und Bildung der Kirchenkreiskommission, der Direktion für Stadtentwicklung der Stadt Zürich, der Fachgruppe Bildende Kunst, dem Cabaret Voltaire, des kantonalen Hochbauamts sowie einer externen kuratorischen Begleitung prüfte die eingereichten Vorschläge eingehend.
Im Herbst 2027 wird das Gerüstnetz zu grossen Teilen wieder demontiert und die markanten Doppeltürme des Grossmünsters werden wieder sichtbar.

Bild: Shirana Shahbazi – Foto: © Anne Morgenstern
Quelle / Mehr:
https://www.zh.ch/de/planen-bauen/hochbau/bauprojekte/instandsetzung-grossmuenster.html#12545416
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
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Kommentare von Daniel Leutenegger