Der Staatsrat des Kantons Wallis hat Gil Oliveira (Bild) zum neuen Direktor des Naturmuseums Wallis ernannt. Er ist seit mehreren Jahren im Bereich der Naturwissenschaften und der Museologie tätig. Am 1. Juli 2026 trat er die Nachfolge von Nicolas Kramar an, welcher die Walliser Institution während dreizehn Jahren geleitet hat.
Mit elf Jahren hörte Eon Awa (Bild) aus Zofingen (AG) an einer Pfadi-Waldweihnacht erstmals «All I Want For Christmas Is You» – und war sofort überwältigt von Mariah Careys Stimme. «The rest is history», sagt er. Nun wurde Eon Awa zum «SRF 3 Best Talent» des Monats Juli 2026 auserkoren. Heute Abend wurde er von Céline Werdelis auf Radio SRF 3 vorgestellt.
Die am 16. Mai 1944 geborene Kunsthistorikerin, Autorin, Herausgeberin, Forscherin, Kuratorin und Museumsdirektorin Ulrike Jehle-Schulte Strathaus (Bild) ist am 20. Juni 2026 gestorben. Nach dem Studium in München und Basel arbeitete sie von 1972 bis 1980 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich. Von 1984 bis 2006 leitete sie das von ihr gegründete Architekturmuseum Basel (heute Schweizerisches Architekturmuseum S AM). Sie zeichnete für über hundert Ausstellungen und zahlreiche Publikationen verantwortlich.
La semaine dernière, la BCU a emporté 33 ans d’histoire de la salle de concerts Fri-Son, de ses débuts jusqu’en 2016, à la suite de la donation de ce fonds d’archives à l’Etat de Fribourg: contrats, factures, riders, VHS de concerts, affiches, correspondances, dossiers de presse, livres d’or et bien d’autres documents.
Der Gemeinderat der Stadt Thun genehmigt den neuen Leistungsvertrag mit dem Theater Alte Oele für die Jahre 2027 bis 2030. Dieser sieht eine Erhöhung der jährlichen Unterstützung um 19’000 Franken vor. Das Theater soll sich so weiter professionalisieren können.
Mit einem neuen Förderkonzept will die Stadt Langenthal ihre Kulturförderung stärken: «Es definiert sechs Handlungsfelder und soll die Rahmenbedingungen für Kulturschaffende und Kulturinstitutionen verbessern», heisst es in der heutigen Medienmitteilung der Stadt Langenthal.
Der Schweizer Kulturvermittler, Musiker, Politiker und Unternehmer Hector Herzig (Bild) ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Er war u.a. massgeblich an der Lancierung der nationalen Musikinitative beteiligt, mit der das Schweizer Volk 2012 den neuen Verfassungsartikel «Musikalische Bildung» in die Bundesverfassung aufnahm.
Mit der Ausgabe 2026 des Festivals in Annecy (F) konnte der Schweizer Animationsfilm seine Erfolgsbilanz mit zwei Preisen erneut ausbauen. Seit 2022 wurden 41 Schweizer Produktionen und Koproduktionen für den offiziellen Wettbewerb des Festival international du film d’animation d’Annecy ausgewählt und dort mit 16 Auszeichnungen prämiert. «Diese Kontinuität unterstreicht die internationale Ausstrahlung des Schweizer Animationsfilms und macht zugleich ein Paradox sichtbar: eine Branche, die in ihrem Fachgebiet international anerkannt ist, deren Werke beim Schweizer Publikum jedoch nach wie vor weitgehend unbekannt sind», schreibt GSFA (Groupement Suisse du Film d’Animation).
Achtzehn Kulturgüter aus dem Königtum Benin wurden von drei Schweizer Museen an Nigeria zurückgegeben. Die Kulturgüter, die in höfischen und religiösen Kontexten verwendet wurden, gehören zu den berühmten «Benin-Bronzen», die Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Königreich Benin im heutigen Nigeria geraubt wurden. Zudem übergab die Eidgenossenschaft Nigeria fünf in der Schweiz eingezogene Kulturgüter. Im Rahmen der Übergabezeremonie unterzeichneten Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Nigerias Kulturministerin Hannatu Musa Musawa ein Abkommen über den Transfer von Kulturgütern. Ziel ist es, den illegalen Handel mit Kulturgütern zu bekämpfen und das kulturelle Erbe zu schützen.
Mit dem dritten Band seiner Reihe «Aargauer Industriegeschichten» rückt Museum Aargau ein unterschätztes Kapitel in den Mittelpunkt: die Möbelbranche des Kantons. Die neue Publikation «Möbelindustrie und -handel seit 1870» von Möbelhistoriker Dieter Pfister zeigt, wie Aargauer Firmen Generationen von Schweizer Wohn- und Büroräumen geprägt haben.
Die Generalversammlung von ProLitteris, der Schweizerischen Genossenschaft für Urheberrechte an Literatur und Kunst, hat in St.Gallen Alexandra Maurer und Thomas Kramer als Co-Präsident:innen gewählt. Sie folgen auf Stefan Keller, der nach acht Jahren als Präsident und nach zwanzig Jahren im Vorstand beziehungsweise Verwaltungsrat von ProLitteris zurücktritt.
Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat 13 Projekten einen Kreationsbeitrag für ein literarisches Vorhaben zugesprochen. Die maximale Beitragshöhe beträgt für ein Schreibprojekt 25’000 Franken, für einen Theatertext 18’000 Franken und für ein performatives Literaturprojekt 15’000 Franken.
Caterina De Nicola (Bild) erhält den Manor-Kunstpreis 2027 des Kantons Zürich. Die in Zürich lebende multidisziplinäre Künstlerin arbeitet in den Bereichen Installation, Performance und Klang. Mit dem Preis verbunden ist eine Ausstellung im Kunst Museum Winterthur, die vom 28. August bis zum 14. November 2027 zu sehen sein wird.
Der am 13. September 1941 als David Henry Thomsett in Kingston upon Thames (GB) geborene kanadische Musiker und Singer-Songwriter David Clayton-Thomas (Bild) ist am 24. Juni 2026 in Toronto (Kanada) gestorben. Er wurde international berühmt als Sänger der Gruppe Blood, Sweat & Tears. Als er vier Jahre alt war, zog die Familie nach Kanada. Aufgewachsen in Willowdale, einem Stadtteil von Toronto, erlernte er autodidaktisch Gitarre- und Klavierspielen. Zwischen 1963 und 1965 leitete er die Rockgruppe Fabulous Shays und 1966 The Boss Men, mit denen er den Song «Brainwashed» 16 Wochen lang auf Rang eins der kanadischen Hitparade platzieren konnte. 1968 ging er zunächst als Leadgitarrist zu John Lee Hooker und wechselte im selben Jahr als Sänger zu Blood, Sweat & Tears; erstmals ist er zu hören auf deren zweitem Album «Blood, Sweat & Tears». Mit den BS&T hatte er Hits wie «You’ve Made Me So Very Happy», «And When I Die», «Hi-De-Ho», «Spinning Wheel» und die selbstkomponierten Songs «Lucretia MacEvil» und «Go Down Gamblin’». Noch als Mitglied von BS&T produzierte er im Herbst 1971 seine erste Solo-LP, und er machte sich 1972 als Solist selbständig. (*)
Die Kunstsammlungen der Schweizerischen Post und des Kunstmuseums St.Gallen im Dialog, Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, vom 27. Juni bis am 18. Oktober 2026
Mit der neuen Ausschreibung im Bereich der darstellenden Künste will der Kanton St.Gallen professionelle Strukturen stärken sowie stabile und planbare Rahmenbedingungen schaffen. «Mit der Neuausrichtung trägt er den steigenden Anforderungen an Professionalität, soziale Sicherheit und faire Entlöhnung Rechnung. Gleichzeitig unterstützt das Vorhaben die Weiterentwicklung der kantonalen Förderinstrumente und stärkt die regionale professionelle Kulturszene», schreibt der Kanton in seiner Mitteilung. /// Der Kanton St.Gallen vergibt in diesem Jahr 18 mit je 20’000 Franken dotierte Werkbeiträge an Kulturschaffende. Zwei Personen erhalten zudem einen dreimonatigen Aufenthalt in der St.Galler Atelierwohnung in Rom.
La vie culturelle vaudoise se distingue par son dynamisme et sa diversité. Le secteur se transforme néanmoins constamment et comporte des fragilités. Afin de répondre au mieux aux réalités et aux besoins des actrices et acteurs culturels mais également de la population, la cheffe du Département cantonal en charge de la culture entend revoir le cadre légal de la politique culturelle vaudoise. Une première rencontre avec plus de trente organisations, représentant aussi bien les professionnels du secteur que des sociétés amateures, a officiellement débuté les travaux de révision de la loi sur la vie culturelle et la création artistique (LVCA).
Der 1957 in New York City geborene Schweizer Audiojournalist, Autor und Moderator Eric Facon (Bild zweiter von inks) stellt das 2008 erstmals ausgestrahlte Format «Kulturstammtisch» ein, wie er auf «Facebook» mitteilt. Seit 2020 war er Produzent des privaten Podcasts «Kulturstammtisch», der ehemaligen Radiosendung von Radio SRF, die er entwickelt und gestaltet hatte.
Der Stiftungsrat der Stiftung Schweizer Presserat hat Anfang Juni 2026 Bernard Maissen (Bild) zum neuen Präsidenten des Stiftungsrats gewählt, wie jetzt bekannt wird. Der ehemalige Direktor des Bundesamts für Kommunikation folgt auf Daniel Hitzig, der Anfang Mai zurückgetreten ist.
Das Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden ernennt Raphael Gygax (Bild) zum neuen Direktor des Bündner Kunstmuseums. Er wird die Funktion am 1. August 2027 übernehmen.
Die am 4. Juli 1949 in Rijeka geborene jugoslawische bzw. kroatische Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulic (Bild) ist am 20. Juni 2026 gestorben. Slavenka Drakulic studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Soziologie an der Universität Zagreb. In den 1980er-Jahren war sie als Journalistin für verschiedene politische Zeitschriften (u. a. «NIN») tätig und veröffentlichte ihre ersten Bücher, die in ganz Jugoslawien erfolgreich waren. Mit ihren Texten trug sie zur öffentlichen Wahrnehmung feministischer Themen in Jugoslawien bei. In einem 1992 in der kroatischen Wochenzeitung «Globus» erschienenen Artikel wurden Slavenka Drakulic sowie vier weitere kroatische Schriftstellerinnen (Rada Ivekovic, Vesna Kesic, Jelena Lovric und Dubravka Ugrešic) wegen ihrer feministischen und gegenüber dem autoritären Regierungsstil des damaligen kroatischen Präsidenten Franjo Tudman kritischen Haltung als Landesverräterinnen verunglimpft. Ab den 1990er-Jahren schrieb Drakulic als Journalistin auch für internationale Tageszeitungen und Zeitschriften, darunter für die «Süddeutsche Zeitung», sowie regelmässig für die kroatische Zeitung «Jutarnji list». Slavenka Drakulic war eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Kroatiens; ihre Romane und Sachbücher wurden in viele Sprachen übersetzt, acht davon bisher ins Deutsche. (*)
Diesen Frühling hat die Generalversammlung von Wikimedia CH vier neue Vorstandsmitglieder gewählt: Daniel Senn, Mounir Krichane, Heidi Eisenhut und Dominik Landwehr treten die Nachfolge von Amandine Cabrio, Anna Jobin, Nawal Aït-Hocine und dem scheidenden Präsidenten Matthias Nepfer an. Dessen Amtszeit endete gemäss den Statuten nach sechs Jahren. Dominik Landwehr ist der neue Präsident. An der Vorstandssitzung vom 23. Juni 2026 hat Dominik Landwehr die Wahl zum neuen Präsidenten angenommen.
Suisseculture und Suisseculture Sociale begrüssen die parlamentarische Initiative 26.426: Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) setze damit ein wichtiges Signal. Sie biete die Möglichkeit, «eine seit Jahren dokumentierte Lücke in der sozialen Absicherung professioneller Kulturschaffender endlich gezielt zu schliessen».
Die am 16. März 1946 in Neuilly-sur-Seine als Patricia Porrasse geborene französische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Guesch Patti (Bild) ist am 22. Juni 2026 in Paris gestorben. Patti hatte 1987 mit dem Song «Étienne» einen in mehreren europäischen Ländern erfolgreichen Hit. Das laszive Video sorgte nicht nur in Frankreich für einen Skandal; es wurde gleichzeitig mehrfach ausgezeichnet. Als Tänzerin gastierte Patti u.a. in der Mailänder Scala und arbeitete mit Choreografen wie Roland Petit und Maurice Béjart. Für «Die Schwächen der Frauen» (Elles) von Regisseur Luís Galvão Teles stand Guesch Patti 1997 erstmals als Schauspielerin in einem Kinofilm vor der Kamera. Bis zum Jahr 2010 folgten noch mehrere Mitwirkungen an Kino-, Kurz- und Fernsehfilmen. (*)
Der 1962 in Aarau geborene Schweizer Dieter Ammann (Bild) wird für die CD «glut – music for orchestra», die vom Orchestre de la Suisse Romande unter der Leitung von Jonathan Nott eingespielt wurde, mit der Auszeichnung «Komponist:in des Jahres» 2026 geehrt.
Die Aufnahmen wurden von Tonmeister Frédéric Angleraux realisiert und auf dem Label Schweizer Fonogramm von Graziella Contratto herausgegeben. Der Opus Klassik gilt als einer der wichtigsten Preise für klassische Musik in Deutschland; er wird von der Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik Gemeinnützige GmbH ausgerichtet. Die Auswahl der Preisträger:innen in aktuell 30 Kategorien übernimmt jeweils eine unabhängige elfköpfige Fachjury aus Vertreter:innen der Musik- und Medienbranche.
Der am 4. April 1932 in Brooklyn (New York City) geborene US-amerikanische Talententdecker Clive Jay Davis (Bild) ist am 22. Juni 2026 in Manhattan (NYC) gestorben. Er war Gründer von Arista Records und CEO von J Records und wurde im Jahr 2000 Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame in der Kategorie «Non-Performer». Clive Davis war für über 300 Nr.1-Titel verantwortlich und Entdecker von zahlreichen Musiker:innen, darunter Pink Floyd, Bruce Springsteen, Whitney Houston, Patti Smith, Alicia Keys, Janis Joplin und Aerosmith. Davis erhielt den Grammy Trustees Award im Jahr 2000 und den President’s Merit Award bei den Grammys 2009. Im Jahr 2011 wurde das Theater im Grammy Museum als Clive Davis Theatre bezeichnet. (*)
Zur Jubiläumsausgabe des internationalen Literaturfestivals Leukerbad vom 26. bis und mit 28. Juni 2026 reisen 43 Autor:innen aus 18 Nationen ins Wallis. Publikum und Autor:innen aus aller Welt schätzen es gleichermassen, am letzten Juniwochenende in Leukerbad den Alltag für drei Tage hinter sich zu lassen, um Zeit zu haben für Geschichten und Gespräche in der Ruhe der Walliser Bergwelt. Ein Luxus, der im scharfen Gegensatz zu den globalen Entwicklungen steht, die in vielen der Bücher, um die es gehen wird, ihren Niederschlag finden.
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