3. August 2025
JOSIANE IMHASLY IST AB SEPTEMBER 2025 DIE NEUE KÜNSTLERISCHE DIREKTORIN DER FUNDAZIUN NAIRS IN SCUOL (GR)
In der Fundaziun Nairs gibt es einen Wechsel in der Leitung: Der bisherige künstlerische Direktor, Clifford E. Bruckmann, hat seine Tätigkeit bei der Fundaziun Nairs Ende Juli 2025 beendet. Er hat in den letzten zwei Jahren nach der Pensionierung des langjährigen künstlerischen Direktors, Christof Roesch, «den Generationenwechsel in der Fundaziun Nairs eingeleitet und viele wertvolle neue künstlerische Impulse gegeben», wie der Stiftungsrat der Fundaziun Nairs schreibt. Ab dem 1. September 2025 wird die Kuratorin und Kulturmanagerin Josiane Imhasly (Bild) neue künstlerische Direktorin der Stiftung.

Bild: Josiane Imhasly – Foto: © Herbert Weber, https://www.josianeimhasly.ch/kontakt/
«Mit ihrem kulturwissenschaftlichen Hintergrund, ihrem Interesse an gesellschaftlichen Fragen und an spartenübergreifenden Formaten will Josiane Imhasly das Profil der Fundaziun Nairs weiter schärfen und den Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft in der Region stärken. Ihr grosses Netzwerk und ihre Expertise für Kunst ausserhalb urbaner Zentren werden Grundlage für eine neue Ära der Fundaziun Nairs sein», schreibt die Stiftung.
«Es ist ein Glücksfall für die Fundaziun Nairs, dass wir Josiane Imhasly mit der Stiftungsführung betrauen konnten. Sie bringt dank ihrem fundierten Wissen, ihrem umfassenden Kulturverständnis und nicht zuletzt mit ihrer langjährigen Verbundenheit mit dem Engadin genau das mit, was wir als lokale Kulturinstitution im Unterengadin mit nationaler und internationaler Ausstrahlung benötigen. Josiane Imhasly kann so weiterentwickeln, was in den letzten 30 Jahren aufgebaut wurde und was die heutige Stiftungsleitung in ein ‹neues Nairs-Zeitalter› überführt hat», erklärt Michael Budliger, Co-Präsident des Stiftungsrats der Fundaziun Nairs.
Josiane Imhasly ihrerseits sagt: «Ich freue mich sehr, mit der Fundaziun Nairs zukünftig eine Institution zu leiten, in der sich lokale und globale Perspektiven begegnen, da sie mit einer internationalen Kunstszene genauso verbunden ist wie mit den Menschen, den Sprachen, der Landschaft und der Geschichte des Unterengadins. Dieses vielseitige Haus ist einzigartig: An mystischer Lage am Inn und in einem kulturhistorisch bedeutsamen Gebäude vereint es ein Residenzprogramm, Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und ein disziplinenübergreifendes Veranstaltungsprogramm. Als passionierte Sportlerin verbringe ich viel Zeit in den Bergen – früher im Wallis, in den letzten Jahren auch in Samedan –, nun werde ich im Unterengadin, wo ich bereits Freundschaften pflege, privat und beruflich Wurzeln schlagen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team, den Künstlerinnen und der Region neue Impulse zu setzen – als Gastgeberin, Kuratorin und Netzwerkerin zwischen Kultur, Öffentlichkeit, Geschichte und aktuellen Diskursen.»
Biografie Josiane Imhasly
Josiane Imhasly (1986) ist Kuratorin und Kulturmanagerin. 2014 initiierte sie das Ausstellungsprojekt «Zur frohen Aussicht» im Oberwalliser Bergdorf Ernen und sie lud seither jüngere Kunstschaffende ein, Werke für den Ort zu entwickeln. Als Projektleiterin für Kunst und Bau engagiert sie sich in der Stadt Zürich für Kunst im öffentlichen Raum. Zudem vermittelt sie an der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich angehenden Fotograf:innen aktuelle Ausstellungen und Diskurse und verfasst Texte für Kunstschaffende und Institutionen. Sie kuratierte Ausstellungen und Begleitprogramme für die Bündner Biennale Art Safiental (Co-Kuration, 2024), den Kunstraum Lemme in Sion (2022–2023), das Kunstforum Baloise Park (2022) und die Gebert Stiftung für Kultur / Alte Fabrik in Rapperswil (2017–2020).
Bei der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia war Josiane Imhasly im Bereich der Kulturförderung tätig und für die Publikationsserie Collection Cahiers d’Artistes verantwortlich (2020–2022). Dort und im Forum Schlossplatz in Aarau sammelte sie Erfahrungen mit Residenzprogrammen. Sie studierte Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften und Kulturmanagement in Luzern und Berlin. Derzeit absolviert sie den MA Kulturanalyse und Kunstgeschichte in Zürich.

Bild: Fundaziun Nairs – Foto: © https://nairs.ch/de/stiftung/
Über die Fundaziun Nairs
Die 2005 gegründete Fundaziun Nairs ist eine Synthese von Künstlerinnenhaus, Kunsthalle und Kulturlabor. Sie vernetzt das Engadin mit anderen Kulturen dieser Welt und befindet sich im Badehaus des ehemaligen Grand Hotel Kurhaus Tarasp, das 1913 erbaut wurde. Im Rahmen ihres internationalen Artists-in-Residence-Programms lädt sie jedes Jahr rund 30 von einer Jury ausgewählte Kunstschaffende zu mehrmonatigen Atelieraufenthalten ein. Die Stiftung fördert den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Kunstsparten. Die Kunsthalle zeigt Gegenwartskunst in geschichtsträchtigen Ausstellungsräumen und widmet sich zeitgenössischen Fragestellungen. Das Kulturlabor setzt sich für die Vermittlung und Weiterentwicklung der lokalen, rätoromanischen Kultur ein und realisiert eine Vielzahl von Projekten.
fn
Kontakt:
https://www.josianeimhasly.ch/kontakt/
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
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Kommentare von Daniel Leutenegger